Ablauf der Geburt

Der Beginn der Geburt kündigt sich durch den Einsatz der Eröffnungswehen, das Platzen der Fruchtblase und in seltenen Fällen auch durch Erbrechen oder Durchfall an. Unmittelbar danach beginnt der eigentliche Geburtsvorgang, der sich in vier Phasen einteilen lässt.

In der Eröffnungsphase, die zwischen 12-14 Stunden dauert, treten in unregelmäßigen Abständen Wehen auf, die den Gebärmutterhals verkürzen und den Muttermund bis zu einer Größe von 10 cm öffnen. Im Laufe dieser ersten Phase nimmt die Häufigkeit der Wehen stetig zu und treten schließlich ungefähr alle 10 Minuten auf. Mit einer aufrechten Position, Bewegung, Partnermassagen und –unterstützung sowie genügend Verschnaufpausen zwischen den einzelnen Wehen kann der Wehenschmerz abgemildert werden.

Nach der Öffnung des Muttermundes verstärken sich die Kontraktionen, die Wehen kommen intensiver und schmerzhafter (Übergangsphase).

Kurz darauf erfolgt die Austreibungsphase, in der die Wehen sehr häufig auftreten und das Kind bereits im Geburtskanal steckt. Diese Position löst bei der Mutter einen natürlichen Drang zum Pressen aus, was die Geburt erleichtert. Die Anweisungen und Hilfestellungen der Hebamme sind in diesem Stadium besonders wichtig, um die Geburt zu erleichtern. Schon bald ist der Kopf zu sehen und ihm folgen Schultern, Rumpf und Beine des Babys.

Unmittelbar danach wird die Nabelschnur durchtrennt und die eigentliche Geburt ist beendet. Danach folgt noch die Nachgeburtsphase von 10-30 Minuten Dauer, in der die Plazenta ausgestoßen wird.

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